Weidenholz – Das Holz für die Industrie

Weidenholz wird hauptsächlich industriell genutzt, nur ein geringer Teil des geernteten Weidenholzes wird zur Herstellung von Gegenständen oder Geräten verwendet.

Herkunft

Ein Großteil des heute verwendeten Weidenholzes stammt aus sogenannten “Kurzumtriebsplantagen”, das sind Schnellwuchsplantagen, die vor allem für den Anbau von energetisch genutzten Hölzern eingerichtet werden und auf sehr schnelle Holzgewinnung bei gleichzeitig hoher Nachhaltigkeit ausgerichtet sind. Kurzumtriebsplantagen ermöglichen eine wesentlich CO2-schonendere und weniger energieintensivere Produktionsweise für Nutzholz als die klassische Holzwirtschaft.

Eigenschaften

Weidenholz ist sehr weich, leicht und grobfaserig. Von seinen Eigenschaften her ist es vergleichbar mit Pappelholz. Die Festigkeit ist gering, die Elastizität des Stammholzes ebenfalls. Im Allgemeinen lässt sich Weidenholz gut bearbeiten, es fasert allerdings beim Bearbeiten leicht aus und lässt auch nur schwer glatte Oberflächen zu.
Weidenholz ist nicht witterungsbeständig, auch nicht resistent gegen Pilz- und Insektenbefall. Eine Behandlung mit Holzschutz ist nur beim Splintholz möglich, das Kernholz lässt sich nur schwer vor Feuchtigkeit schützen.

Verwendung

Weide ist in erster Linie ein Nutzholz. Es wird als Industrieholz und Rundholz vor allem gewerblich genutzt, daneben ist es auch ein wichtiges energetisches Nutzholz. Wegen des schnellen Wachstums von Weiden wird es oft energetisch genutzt. Die Wärmeenergie pro Raummeter ist zwar geringer als bei den harten Laubhölzern, wie Buchenholz, dafür wächst Weidenholz sehr viel schneller nach. Daneben wird es auch in der Papier-, Zellstoff- und Holzwolleherstellung genutzt.
Gelegentlich werden Schneeschaufeln, vereinzelte Haushaltsgeräte und Zahnstocher aus Weidenholz hergestellt, auch als Furnierholz und für Möbelbau findet es selten Verwendung. In England werden Cricketschläger traditionell ausschließlich aus Weidenholz hergestellt.

Nachhaltigkeit

Da Weidenholz auf Kurzumtriebsplantagen angebaut wird, ermöglicht dies eine CO-schonende und weniger energieintensive Produktionsweise. Damit sind diese Plantagen auf Nachhaltigkeit ausgerichtet, werden aber nur von energetischen Holzarten genutzt. Somit bleibt die Nachhaltigkeit bestehen.

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