Spanplatte – Der flexible Werkstoff

Auch wenn man sie zumeist nicht sieht – Spanplatten sind bei der Möbelherstellung oft genauso wichtig wie Vollholz und Furniere. Aufgrund ihrer großen Flexibilität und vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten sind Spanplatten aus der Möbelindustrie nicht mehr wegzudenken.

Herkunft

Erfunden wurden sie in den 1930er Jahren in Deutschland. Hauptproduktionsgebiet ist Europa, hier sind Spanplatten der meistverkaufte Werkstoff der Holzindustrie. Sie bestehen aus Sägespänen, Holzresten und Leim.

Vorteile

  • günstiger Werkstoff
  • flexibel einsetzbar
  • große Produktbandbreite
  • Verwertung von Holzresten möglich

Nachteile

  • weniger stabil als Vollholz
  • keine natürliche Holzoberfläche
  • können Giftstoffe freisetzen

Verwendung

Spanplatten werden in vielen Bereichen als Holzwerkstoff gebraucht und in der Möbelindustrie, im Bauwesen und beim Innenausbau benutzt. Sie dienen zum Beispiel als Außenverkleidung, als Elemente der Wände, Dachschalungen und Decken. Im Möbelbau werden Spanplatten für Rückwände von Schränken oder Sofas und als Einlegeböden von Regalen verwendet. Bei der Renovierung oder dem Innenausbau dienen Spanplatten als Fußboden-Unterböden oder als Bauteile für Einbauschränke und Regale. Gerne werden Spanplatten auch von Heimwerkern und im Hobby-Bereich eingesetzt.

Nachhaltigkeit

Spanplatten sind im Prinzip eine gute Form der “Resteverwertung” von kleinen Holzteilchen. Allerdings führen die verwendeten Bindemittel (Kunstharzleim oder Zementmischung) dazu, dass flüchtige organische Verbindungen – zusätzlich zu denen, die im Holz vorkommen – sowie Restmengen von Lösemitteln ausgasen und die Umwelt und Gesundheit belasten können.

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