Bambusholz – Ein Gras macht Konkurrenz

Bambus ist ein vielseitiges und robustes Material für Möbel und Bodenbeläge. Das hoch wachsende Holz ist nicht nur durch seine grüne Farbe an der Außenfläche einzigartig. Es ist eines der wenigen Holzarten, die leicht und gleichzeitig sehr robust sind.

Herkunft

Ursprünglich stammt das Holz aus China und Japan. Verbreitet ist es jedoch auch in Südamerika, Afrika und in Teilen von Australien. Den größten Anteil an Bambusarten findet man aber grundsätzlich immer noch in China. Dort sind etwa 500 verschiedene Arten beheimatet.

Vorteile

  • Bambus ist nachhaltig
  • Bambus ist umweltfreundlich
  • Ein langlebiges, robustes Material
  • Bambus ist antibakteriell
  • Bambusholz ist vergleichsweise günstig

Nachteile

  • Nur bedingt für den Außenbereich geeignet
  • Bambus kann trockene Luft schlecht ab
  • Verarbeitung von Bambusholz ist schwierig
  • Lange Transportwege schaden der Umweltbilanz
  • Billigware kann belastet sein

Verwendung

In Asien dienen Bambushalme traditionell als Material für Baugerüste oder Brücken. Auch Häuser werden damit gebaut. Hierzulande wird Bambus vor allem in folgenden Bereichen eingesetzt:
  • Küchenutensilien, darunter Schneidebretter, die aufgrund der elastischen Faserstrukturen die empfindlichen Kochmesser schonen.
  • Küchenarbeitsplatten
  • Badeaccessoires
  • Möbel
  • Gartenmöbel
  • Bodenbelag
  • zudem sind Bambusfenster und Bambusfassaden erhältlich

Nachhaltigkeit

Anders als bei Bäumen wird bei der Bambusernte nicht der gesamte Organismus vernichtet. Der Züchter nimmt der Bambuspflanze lediglich einen Trieb, den diese innerhalb weniger Jahre ersetzen kann. Das unterirdische Wurzelgeflecht bildet unentwegt neue Triebspitzen.
Auch das rekordverdächtige Wachstum macht Bambus zu einem nachhaltigen Material. Bambus bindet bis zu vier Mal mehr Kohlendioxid aus der Atmosphäre als in Europa heimische Bäume.
Bambus ist dennoch kein einheimisches Material. Die Transportwege des Bambus nach Europa sind lang und verursachen große Mengen schädlicher Treibhausgase. Das wird allerdings dadurch relativiert, dass Bambus sehr viel CO2 speichern kann.

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